DocScape: Vollautomatisches Print-Publishing auf höchstem Niveau
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Penalty-basierte Optimierung des Absatzumbruchs

Bei DocScape wird der Zeilenumbruch innerhalb eines Absatzes als Ganzes optimiert, unabhängig davon wieviele Zeilen der Absatz umfasst.

Jede unerwünschte Eigenschaft eines Zeilenumbruchs wird mit einem Strafwert (Penalty) belegt, der die Priorität ausdrückt, mit der die Eigenschaft vermieden werden soll. Mögliche penalty-belegte Eigenschaften:
  • Einfügen von Silbentrennungen (in einer Zeile oder zwei, drei, ... aufeinanderfolgenden Zeilen, in der vorletzten Zeile eines Absatzes);
  • Dehnung oder Stauchung von Zeilen beim Blocksatz;
  • Anzahl der benötigten Zeilen;
  • ...
Durch Einfügen negativer Strafwerte können auch erwünschte Umbrüche markiert werden, z.B. nach Satzzeichen. Die Festlegung der Penaltywerte übernimmt DocScape automatisch basierend auf den Formateigenschaften.

Das Textsatzsystem TeX, das die Textformatierung übernimmt, optimiert automatisch den Umbruch des gesamten Absatzes so, dass sich in Summe der minimale Strafwert ergibt. Hierbei können also durchaus in mehreren Zeilen "mild unerwünschte" Umbrüche akzeptiert werden, um einen "krass unerwünschten" Umbruch in einer bestimmten Zeile zu verhindern.

Auch Spalten- und Seitenumbrüche innerhalb von Texten werden mit einem penaltybasierten Sytsem optimiert, um z.B. Hurenkinder und Schusterjungen sowie Umbrüche an Silbentrennungen zu verhindern oder zu bevorzugen oder bevorzugt vor einer Überschrift zu umbrechen.

Während die oben genannten Eigenschaften in TeX bereits seit den 80er Jahren zur Verfügung stehen, sind andere Optimierungen erst seit kurzer Zeit verfügbar bzw. Gegenstand aktueller Produkt-Fortentwicklung:
  • Character protuding: Herausragen bestimmter Zeichen (A, Z, Satzzeichen) aus dem Rand des Textblocks, um den Ausgleich optisch zu verbessern. Muss Fontweise konfiguriert werden, soweit entsprechende Tabellen im otf-Font nicht zur Verfügung stehen;
  • hz-Algorithmus: Vom weltbekannten Typographen Herrmann Zapf entwickeltes Verfahren, den Absatausgleich zu verbessern, indem statt des meist störend sichtbaren dynamischen Spationierens eine leichte Dehnung und Stauchung der Buchstaben verwendet wird;
  • Nutzung erweiterter otf-Features: Ligaturen, Kerning, ...
  • Vermeidung von Flüssen (vertikale Strukturen aus Leerraum) [experimentelles Feature]

Unterstützung von Unicode und Sprachumschaltung

Durch die konsequente Verwendung von Unicode werden prinzipiell alle auf der Welt existierenden Schriftsysteme sowie mathematische und technische Sysmbolschriften unterstützt.

Darüber hinaus bietet DocScape automatische Silbentrennung in allen Sprachen, die dieses Konzept unterstützen, sowie die jeweils spezifischen mikrotypographischen Features für asiatische und afrikanische (insb. Arabisch) Schriftsysteme. Horizontale und vertikale Schreibrichtung werden unterstützt sowie die Umschaltung der horizontalen Schreibrichtungen (links–rechts oder rechts–l inks) ist auch innerhalb eines Absatzes möglich.

Welcher Sprache ein Textabschnitt entstammt, kann global für eine Datensatzdatei sowie beliebig fein aufgelöst im Textzusammenhang (Zitieren fremdsprachiger Textabschnitte oder Eigennamen) festgelegt werden. Bei der Silbentrennung wird automatisch das Silbentrennverfahren (oder sonstiges Umbruchverfahren) verwendet, das in dem Textteil gültig ist, in den das Zeilenende fällt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Unicode-Unterstützung ist die Wahl des richtigen Fonts. Nicht selten enthält die Hausschrift z.B. nicht die asiatischen Schriftzeichen oder technische Symbole. Mit DocScape kann im Prinzip für jedes Unicode-Zeichen einzeln festgelegt werden, welchem Font dieses entnommen wird.

Textfluss im Typesetting Grid

Ein Textfluß folgt einem vorgegebenen oder automatisch gesuchten Flußpfad, ggfs. über mehrere Seiten. Textfluss

Plattformunabhängig, effizient und robust

Für die Aufgaben der Textformatierung und PDF-Generierung setzt DocScape auf das professionelle, freie und offene Textsatzsystem TeX.

Vor allem im akademischen Bereich für wissenschaftliche Arbeiten und Fachpublikationen beliebt, sorgen hunderttausende sorgfältig gepflegter Installationen auf der ganzen Welt für die Verfügbarkeit von mikrotypographischen Konfigurationen für alle Schriftsysteme der Welt. TeX ist seit über 20 Jahren weltweit im Einsatz; die Entwicklung der eigentlichen Satzmaschine ist seit 10 Jahren abgeschlossen und bildet eine von Programmfehlern vollständig bereinigte Basis für die Weiterentwicklungen von DocScape.

TeX ist auf allen Hardware- und Betriebssystemplattformen verfügbar und bietet mit der Variante pdfTeX einen freien Generator für standardkonformes PDF, wobei sowohl nachhaltige Standards wie X/3 oder PDF/A wie auch aktuelle Features wie Ebenen, Tagging oder Aktionen genutzt werden können.

Für die Umsetzung der DocScape-Layoutmarkupsprache wird – neben JAVA – auf die TeX-Makroprogrammierung zurückgegriffen, was eine sehr effiziente Ausführung auch komplexer Textsatzautomatisierungen und eine intensive Kopplung von Satz- und Layoutengine für die optimale Umsetzung komplexer Designregeln sicherstellt.

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DocScape bedeutet: kompromisslose Qualität bei Textsatz und Typographie.

 
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